7-tägige Kreuzfahrt von Bremerhaven nach Island
Eine 7-tägige Kreuzfahrt von Bremerhaven nach Island verbindet Nordsee-Start, Tage auf dem offenen Nordatlantik und kurze, intensive Landgänge in einer der eindrucksvollsten Naturregionen Europas. Wer das Konzept versteht – viel Seetag, wenige Häfen, wechselhaftes Wetter – kann diese Passage realistisch planen und typische Kosten besser einordnen.
Bremerhaven ist für viele Reisende ein praktischer Startpunkt: gut erreichbar, überschaubar im Hafenablauf und ideal, wenn man ohne Flug an Bord gehen möchte. Eine 7-tägige Passage nach Island hat allerdings ihren eigenen Charakter: Der Weg über den Nordatlantik ist ein wesentlicher Teil des Erlebnisses, und die Zeit im Hafen ist oft kompakter als bei klassischen Mittelmeer-Routen. Wer Erwartungen, Route und Budget darauf abstimmt, erlebt eine stimmige Woche zwischen Seetagen und rauer Inselkulisse.
Route Tag für Tag: Von Bremerhaven über den Nordatlantik nach Island
Der typische Ablauf beginnt mit dem Einschiffen in Bremerhaven und einer ersten Ausfahrt entlang der deutschen Küste, bevor das Schiff Kurs Nordwest nimmt. In den folgenden Tagen prägen längere Seetage das Bild: Vorträge, Bordprogramm, Wellness- und Gastronomieangebote gewinnen an Bedeutung, weil die Landschaft nicht „nebenbei“ vorbeizieht, sondern sich der Ozean als Hauptkulisse etabliert. Je nach Fahrplan kann ein Zwischenstopp auf den Färöern oder in Schottland eingeplant sein – viele 7-Tage-Varianten verzichten jedoch darauf, um Island überhaupt in Reichweite zu bringen. Die Ankunft an Islands Küste ist oft der emotionale Höhepunkt: Nach Tagen auf See wirken Fjorde, Basaltklippen und die wechselnden Lichtstimmungen besonders intensiv.
Häfen und Highlights in Island: Naturwunder Kultur und Kulinarik
Welche Häfen angelaufen werden, hängt stark von Reederei, Saison und Wetter ab. Häufig ist Reykjavík der zentrale Anlaufpunkt, weil Infrastruktur und Ausflugsmöglichkeiten vielfältig sind. Daneben kommen kleinere Orte als Tor zu Naturzielen in Frage: Wasserfälle, geothermische Gebiete, Lavafelder oder Walbeobachtung (saisonal und nicht garantiert). Kulturell lohnt sich der Blick auf Museen, Konzerte, lokale Designläden und die moderne isländische Gastronomie, die traditionell von Fisch, Lamm und Milchprodukten geprägt ist. Kulinarik an Land ist jedoch oft teurer als in Deutschland; wer nur wenige Stunden Zeit hat, plant am besten realistisch: ein klarer Schwerpunkt (Natur oder Stadt) statt zu vieler Programmpunkte.
Praktische Planung: Saison Gepäck Gesundheit und Sicherheit an Bord
Für eine Nordatlantik-Passage ist die Reisezeit entscheidend. Spätfrühling bis Spätsommer bietet meist stabilere Bedingungen und längere Tage; zugleich können Wind und Temperaturen selbst dann überraschend sein. Beim Gepäck bewährt sich das Zwiebelprinzip: winddichte Außenjacke, wärmende Midlayer, wasserdichte Schuhe mit Profil sowie Mütze und Handschuhe – auch im Sommer. Auf See können Wellengang und kühle Luft die Belastung erhöhen; wer zu Reiseübelkeit neigt, plant vorbeugend und klärt geeignete Maßnahmen individuell. Sicherheit an Bord ist standardisiert (Seenotübung, Hinweise zu Decks bei Wetterlage), doch an Land zählt Eigenverantwortung: rutschige Wege an Wasserfällen, schnell wechselnde Bedingungen und begrenzte Zeitfenster sprechen für passende Kleidung und das Einhalten lokaler Hinweise.
Kosten Wert und Fazit: Lohnt sich die 7-Tage-Passage?
Preislich ist diese Route oft höher angesiedelt als kurze Standardfahrten in Binnen- oder Küstengewässern, weil längere Seetage, Treibstoffbedarf, Hafenlogistik und die isländische Kostenstruktur eine Rolle spielen können. Realistisch ist, das Budget in drei Blöcke zu teilen: Grundpreis (Kabine, Verpflegung im Basistarif, Bordleistungen), variable Bordausgaben (Getränkepakete, Spezialrestaurants, Spa, Trinkgelder je nach Reedereipolitik) und Landkosten (Ausflüge, Transfers, Eintritte). Besonders Ausflüge können den Gesamtpreis stark verändern: Organisierte Touren sind bequem und zeitlich sicher, kosten aber meist deutlich mehr als individuelle Lösungen – die bei kurzen Liegezeiten wiederum mehr Planungsrisiko haben.
Für eine konkrete Einordnung helfen Vergleichswerte realer Anbieter, wobei Abfahrten, Routings und Inklusivleistungen je nach Saison stark variieren und nicht jede Reise zwingend ab Bremerhaven startet. Die Spannen unten sind daher als grobe Orientierung für 7 Nächte auf Nordatlantik/Island-nahen Routen ab Deutschland oder nahegelegenen Häfen zu verstehen.
| Product/Service | Provider | Cost Estimation |
|---|---|---|
| 7-Nächte Kreuzfahrt (Innenkabine, Basis) | AIDA Cruises | ca. 1.100–2.000 € pro Person |
| 7-Nächte Kreuzfahrt (Balkon/Meerblick, Basis) | TUI Cruises (Mein Schiff) | ca. 1.600–3.000 € pro Person |
| Expeditionsnahe 7-Nächte Route (höherer Leistungsumfang) | Hapag-Lloyd Cruises | ca. 4.000–8.000 € pro Person |
| 7-Nächte Kreuzfahrt (klassischer Veranstalteransatz) | Phoenix Reisen | ca. 1.300–2.400 € pro Person |
Preise, rates, or cost estimates mentioned in this article are based on the latest available information but may change over time. Independent research is advised before making financial decisions.
Unterm Strich lohnt sich die 7-Tage-Passage dann, wenn man den „Weg als Teil des Ziels“ sieht: Seetage gehören konzeptionell dazu und machen die Ankunft in Island besonders wirkungsvoll. Wer dagegen möglichst viele isländische Regionen in kurzer Zeit abdecken will, sollte prüfen, ob eine längere Kreuzfahrt oder eine Landreise mit Flug besser passt. Für Reisende aus Deutschland kann die Abfahrt ab Bremerhaven (oder einer gut erreichbaren Alternative) vor allem durch die einfache Anreise und den flugfreien Start einen nachvollziehbaren Mehrwert bieten.